Chemnitz August 2018 – die Anderen, wir und Zivilcourage

Liebe Leute,

Was ist bloß los, dass Recht und Ordnung in Deutschland für einige Chaoten und Volksverdummten scheinbar Nichts mehr gelten.

Was ist passiert, das es inzwischen soweit ist, dass Menschen wieder auf der offenen Straße gejagt werden. Ist die SA wieder aktif!?

Wenn ich in meinen Kundenstamm reingucke, dann sehe ich das volle Abbild einer bereichernden Vielfalt unserer Gesellschaft. Und es funktioniert doch.. das Zusammenleben. Das Auskommen. Konflikte lösen. Aufgaben bewältigen. Wieso passieren solche abschäulichen Dinge im Osten dieses Landes in dieser Art und Weise gehäuft und krass. Politiker, Soziologen und Rassismusforscher versuchen zu erklären und argumentieren, begründen, verklausulieren sich in Grund und Boden. Keiner versteht es. Ändert sich was ? Nein.

Eine wehrhafte Demokratie sollte mehr können als nur dieses „augenscheinliche“ Zusehen/Abwarten, bis wirklich etwas schlimmeres passiert. Es sollte deutlich vorher möglich sein, diese Gruppen/Gruppierungen/Aktionsbündnisse, radikaler Art, egal aus welchem politischen Laher,in Ihre Schranken zu verweisen.

Es muss klar zu sehen und zu spüren sein für diese „verdorbenen Menschen“, dass schon die verbale Verunglimpfung „Anderer“, weil Sie nicht „Volksdeutsche“, „Blutsdeutsche“ sind, unter Strafe stehen muss, und zwar unter drakonischen Strafen. Wieso werden zum Beispiel die „Reichsbürger“ , AfD und Co. nicht intensiver beobachtet, wenn nötig schlicht und einfacher verboten und die Strafmaße für deren Anhänger/Mitglieder drastisch erhöht?

Wir leben hier inzwischen in der dritten Generation in Deutschland, und das Land in dem ich geboren und aufgewachsen bin wird mir immer seltsamer.

Blühende Landschaften gibt es nicht, gab es nie. Zumindest nie für ALLE. Das ist Utopie. Das wird es nie geben. Vollbeschäftigung gibt es. Ja. Aber wer nicht arbeiten will, der muss eben hinnehmen, dass andere die Arbeiten annehmen, die man selber nicht machen will, weil man sich zu fein ist.

Wenn sich Leute abgehängt fühlen, bitte ich diese Menschen doch an sich zu arbeiten und Ihren Abstand zu den „Anderen“ selber kürzer zu machen. Und bitte so, dass Recht und Ordnung eingehalten werden. Ohne dass ein Hitlergruß nötig ist, ohne Menschen wie Vieh zu jagen, nur weil Sie Andersdenkend sind, weil Sie eine andere Hautfarbe haben, anderer Nationalität oder Religion sind. Ohne den Staat und seine Repräsentanten zu beschimpfen und den Menschen in diesem Land Angst zu machen.

Freiheit. Liberalität. Vielfalt. Gerechtigkeit. Emphatie für Andere. Nächstenliebe. Respekt vor der Rechtsordnung/Rechtsprechung… habe ich was vergessen?

Ich bin fassungslos, fühle mich ohnmächtig.

Aber: Ich stehe auf. Ich wehre mich. Ich verteidige was mir Lieb und gut und teuer ist.

Zivilcourage. Jetzt und heute und für immer.